Datenbasierte Simulation des deutschen Steuersystems · Bundeshaushalt 2026 · SOEP
Wie funktioniert das? (Kurz)
Das Modell rechnet mit 10 repräsentativen Haushalten (Dezile), einem Unternehmenssektor und dem Staat. Alle Startwerte basieren auf Bundeshaushalt 2026, SOEP-Einkommensdezilen, EU-SILC und BMF-Steuerstatistik.
Jede Änderung löst drei Berechnungen aus: (1) statische Aufkommensänderung — wie viel Steuer kommt bei unveränderten Verhalten rein; (2) Verhaltensreaktion — Haushalte passen Arbeit/Konsum über Elastizitäten aus der Literatur an; (3) Verwaltungskosten je Steuerart nach Schätzungen von BRH/OECD.
Das ist ein Lerntool, kein Prognosemodell. Es zeigt Größenordnungen und Trade-offs, nicht präzise Vorhersagen. Vergleich: Echte Mikrosimulation wie EUROMOD hat ~20.000 Haushalte und dynamische Effekte.
Szenario A aktiv
Aktive Periode—
Staatssaldo
—
—
Defizitquote (Maastricht)
—
Saldo Gesamtstaat / BIP
Referenzwert −3 % BIP (Art. 126 AEUV). Die Schuldenbremse (Art. 109, 115 GG) gilt strukturell für Bund und Länder, seit 2025 mit Ausnahme für Verteidigung über 1 % BIP und 0,35 % BIP für die Länder — im Modell nicht abbildbar.
Gini-Koeffizient (Modell)
—
—
Einnahmen gesamt
—
Mrd. € / Jahr
Verwaltungskosten
—
—
Aktive Steuerarten
—
Anzahl
Arbeitsangebot
—
vs. Basis
Armutsrisikoquote
—
—
Schuldenquote Δ/Jahr
—
% des BIP
Wohlfahrtsverlust
—
Mrd. € / Jahr
Zinslastquote
—
Cent je Steuer-€
Gesamtnote
—
— / 100
Grundeinkommen — Wirkungsanalyse
Fiskalische und soziale Effekte · basierend auf Mikrosimulation
— €/Monat
Finanzierungslücke:
—
Quellen: RWI 2024 · DIW Pilotprojekt Grundeinkommen 2021–2024 · ifo Mikrosimulation (Blömer/Peichl 2021) · ZEW Heim et al.
Hinweis
Tages- · Wochen- · Monats-Challenge
Täglich neue Ziele — für alle gleich · Fortschritt wird live berechnet
∅ Bruttoeinkommen im Modell (SOEP v40). D10 ist in drei Gruppen aufgespalten: P90–95, P95–99 und Top 1 %.
Verteilungskennzahlen
Ungleichheit nach Steuern und Transfers
Gesamtbelastung pro Dezil
Steuern + SV-Beiträge − Transfers, in % des Bruttoeinkommens
Geschätzte Verhaltenseffekte
Index 100 = Status Quo · Elastizitäten aus empir. Literatur
Einkommensteuer-Tarifkurve
Grenz- und Effektivsteuersatz nach aktuellem Tarif · nur ESt (ohne SV)
Laffer-Kurve
Gesamteinnahmen vs. Spitzensteuersatz (Zone 5) · alle anderen Parameter wie eingestellt · Top-1-%-Gruppe mit Pareto-Rand (Annahme a = 1,6) und Verhaltensreaktion
Das Aufkommensmaximum ist kein optimaler Steuersatz: Verteilungsziele und Wohlfahrtsgewichte sind nicht berücksichtigt. Das Maximum hängt stark von der angenommenen Elastizität und dem Pareto-Parameter ab. Für Deutschland mit Splitting ermitteln Bach/Corneo/Steiner (2012) einen optimalen Spitzensatz von rund 2/3. Quellen: Saez (2001), Diamond/Saez (2011), Piketty/Saez/Stantcheva (2014), Bach/Corneo/Steiner (2012).
Grenzabgabensatz (METR) je Dezil
ESt-Grenzsteuersatz + SV (AN) + Transfer-Entzug — zeigt Arbeitsanreize
D1–D2: Bürgergeld-Anrechnung (§ 11b SGB II) erhöht METR deutlich. Hoher METR = schwacher Anreiz, mehr zu arbeiten.
Einkommensverteilung nach Dezil
Netto-Einkommen pro Haushalt · mit Armutsgrenze (60 % Median)
5 Perioden à 4 Jahre · Demografiewandel · BIP-Dynamik · CO₂-Pfad · Schuldenfortschreibung
Passe die Regler für die aktive Periode an — Änderungen propagieren automatisch in die Folgeperioden.
Entwicklung über alle Perioden
Klimaschäden: Das Modell rechnet nur die Temperaturwirkung zusätzlicher bzw. vermiedener deutscher Emissionen (IPCC-TCRE, DICE-2023-Schadensfunktion). Sie ist so klein, dass sie das BIP praktisch nicht verändert — Klimaschäden hängen von den globalen Emissionen ab. Der Nutzen nationaler Klimapolitik als Beitrag zu globalen Minderungspfaden wird hier nicht abgebildet.